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Mentaltraining

Leistungsfähigkeit im Sport und im täglichen Leben > was ist das?

In den folgenden kurzen Einführungsworten halte ich mich im Großen und Ganzen an einen Fachartikel von Mag. Markus Aufderklamm (Sportpsychologe am Institut für Sportwissenschaften der Universität Wien):

"Zum richtigen Zeitpunkt sein ganzes zur Verfügung stehendes Potential ausschöpfen. Technisch, konditionell, psychisch/mental. Die Leistung, die Sportler/Menschen/Jugendliche bringen, setzt sich dabei aus vielen Puzzleteilen zusammen: Technisches Niveau, konditionelles Niveau, mentale Stärke als Grundvoraussetzungen, Tagesverfassung (beeinflusst unter anderem von der Qualität des Schlafes und der Ernährung vor dem Kampf), das Umgehen mit bzw. die Bewältigung von unterschiedlichen Umweltbedingungen wie z.B.: Gegner (realistische Einschätzung der Stärken und Schwächen, Umsetzung dieser Erkenntnisse in die eigene Taktik) oder Umfeld (möglicher Erwartungsdruck, Zuschauer, Lärmpegel)."

Jeder dieser Puzzleteile hat seinen (unterschiedlich großen) Anteil an der tatsächlich vollbrachten Leistung (sowohl im Sport als auch im täglichen Leben). Der Puzzleteil mental fehlt häufig in der Planung. Dieser Aspekt wird dem Zufall überlassen. Sportler/Schüler/Wettkämpfer sind einfach mental stark oder eben nicht.

Welche psychischen Fähigkeiten und Fertigkeiten sind leistungsrelevant?

  • Konzentrationsfähigkeit/Aufmerksamkeit
  • Erkennen und Problemlösen
  • taktisches und strategisches Denken
  • Vorstellungskraft
  • Selbstbewusstsein
  • Umgang mit Ärger/Frust/Provokationen/Triumph- und Hochgefühlen, Angst/Unsicherheit, Selbstvertrauen/Überheblichkeit, Konflikten
  • Stress erkennen, umgehen mit Stress, bewältigen von Stress, Drucksituationen, Erwartungshaltungen, Belastungen
  • Einstellung
  • Zielorientierung

Schritte der Intervention

  • Anamnese (gemeinsam mit Trainern): Besprechung der Möglichkeiten und Wirkunsweise mentalen Trainings sowie Analyse der mentalen Stärken und Schwächen nach der Selbstbeurteilung der SportlerInnen und aus der Sicht der TrainerInnen.

  • Leistungsdiagnostik: Die vorgenommene Leistungsdiagnostik sollte als Möglichkeit zur gezielten Verbesserung und als Hilfe der Aufdeckung von Lernfähigkeiten dienen. Folgende Verfahren werden unter anderen angewendet: Fragebögen, Biofeedback.

  • Intervention: Nach der Diagnostik findet ein Gespräch mit der SportlerIn (bzw. TrainerIn) zur Besprechung und Interpretation der Ergebnisse statt. Dieses dient zugleich als Ausgangspunkt für die Erstellung eines mentalen Trainingsprogramms zur Verbesserung der ermittelten relevanten psychischen Leistungsvoraussetzungen.

  • Evaluation: Nach einer vereinbarten Zeitspanne, in welcher die kontinuierliche Durchführung des mentalen Trainings stattfindet, wird eine Evaluationssitzung abgehalten, wo in einem Gespräch mit SportlerIn (und TrainerIn) der augenblickliche Ist-Zustand analysiert und mit dem Ausgangszustand und dem Soll-Zustand verglichen wird. Diese Sitzung dient als Richtungsweiser für die Fortführung des mentalen Trainings.
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